Dienstag, 5. Juni 2012

Die letzte Planke und ein gutes Ende

Ich habe gerade Mal nachgesehen, mit dem Beplanken begonnen haben wir vor über einem Jahr. Nun ist auch der Schergang fertig und damit die letzten Planke angebracht. Der optische Unterschied ist enorm: Nun sieht das ganze plötzlich aus wie ein Boot und weniger wie eine Baustelle.

Mit den Decksbalken sind wir auch ein Stück weiter gekommen und somit naht nun ein völlig neuer Bauabschnitt - der Innenausbau. Das werden zwar nur zwei Kojen, ein Schott und ein bis zwei Bodenbretter, trotzdem bin ich sehr gespannt, wieviel Zeit das in Anspruch nimmt.

Die letzte Planke (der Schergang)

...und fertig.

Dienstag, 6. März 2012

Die ersten Decksbalken...

...wurden ja schon vor einiger Zeit angefertigt. Nun sind nochmal drei Stück dazugekommen. Und eine Wrange haben wir auch noch gebaut, nun sollten alle Wrangen fertig sein.

Sonntag, 26. Februar 2012

Loch im Boot

Kaum ist das Boot dicht, werden auch schon wieder Löcher gebohrt, hier das Loch für die Ruderwelle. Sieht recht harmlos aus, ist aber eine durchaus knifflige Angelegenheit, da der Kielbalken an der dünnsten Stelle (der Sponung, wo die Planken einlaufen) gerade 35mm breit ist und das Loch einen Durchmesser von 26mm hat. Bleiben also 4.5mm "Fleisch" auf jeder Seite.

Daher wurden einige Anstrengungen unternommen, eine ordentliche Bohrlehre herzustellen. Plan war, von unten nach oben zu bohren, da die kritische (d.h. schmalere) Stelle eher unten ist. Leider ging das nicht, da die Ruderwelle sehr dicht an der Kielflosse entlang läuft und somit die Bohrmaschine nicht genau in der Lochachse positioniert werden konnte.
Um von oben zu bohren, muss man irgendwie die Hinterkante der Kielflosse nach oben projizieren...

Und eine stabile Bohrlehre basteln.





Hier also die Vorrichtung, mit der das ganze bewerkstelligt wurde.






Und das Ergebnis. Der Lochausgang ist nur 1mm außermittig und nur etwa 4mm weiter hinten als geplant. Der Winkelfehler zwischen Kielhinterkante und Lochachse ist nicht messbar. Man kann also mehr als zufrieden sein.

Mittwoch, 8. Februar 2012

Boot ist zu!

...also wenigstens unten. Wie man sieht, fehlt noch der Schergang (die oberste, mit dem Deck verbundene Planke) aber der Rest des Rumpfes ist endlich zu.

Dienstag, 8. November 2011

Planken und kein Ende

Es gehört wohl zu solchen Projekten, dass man sich mit dem Arbeitsaufwand etwas verschätzt. Das Ende der Beplankungsarbeit ist zwar abzusehen, in diesem Jahr werden wir aber voraussichtlich nicht damit fertig werden.
Nachdem auf beiden Rumpfseiten sechs bis sieben neue Planken hinzugekommen sind, sieht der Rumpf von  weitem schon recht komplett aus.



Auch aus der Nähe gibt es ein paar Ansichten, die deutlichen Fortschritt zeigen. Insbesondere das Achterschiff, das nun vollständig beplankt ist, sieht schon ziemlich gut aus.


Damit war dann auch der Zeitpunkt gekommen, die achtern noch fehlenden Spanten einzuformen. Mit der "klassischen" Epoxi-Methode.


Und  nebenbei wurden auch noch ein paar fehlende Wrangen ergänzt.

Montag, 8. August 2011

Neue Beplankungstechnologie

Nach den doch etwas frustrierenden (weil sehr zeitaufwändigen) Arbeiten der letzten Wochen ist jetzt der Bereich der Beplankung ereicht, in dem sich auch die Wrangen befinden. Hier sieht die alte Beplankung so schlecht aus, dass man sie guten Gewissens komplett gegen neues Holz tauschen kann.
Bei der Breite der neuen Planken werden wir vom Original abweichen. Eine fünf Zentimeter (statt wie bisher 9cm) breite Planke lässt sich mit vertretbarer (Finger-)kraft auch über die breite Seite ihres Profils biegen. Somit sieht die neue Arbeitsweise wie folgt aus:
- 50x15mm Leisten herstellen
- Schäftungen auf der Werkbank mit Handkreissäge sägen
- zu 7m+ langen Leisten zusammenleimen
- die Enden der Leiste an den Einlauf in die Steven anpassen
- und ab damit ins Boot.

Der Arbeitsfortschritt am letzten Wochenende macht Hoffnung, dass wir mit dieser Methode in ein/zwei Monaten mit der Beplankung fertig sind.
Planke No.8 auf beiden Seiten als 50mm breite Leiste

Sonntag, 31. Juli 2011

Planken, Planken, Planken...

Seit etwa sechs Wochen wird nun die Beplankung Stück für Stück erneuert. Die Arbeit ist zwar etwas abwechslungsreicher als das Spantenbasteln vor einem Jahr, zieht sich aber doch recht zäh in die Länge.

Die obersten fünf Planken (oberhalb der Wasserlinie) werden miteinander verleimt, zwischen die Unterwasserplanken kommt elastische Dichtmasse. Da ja nun nicht die gesamte Beplankung getauscht werden soll, sind dutzende von Schäftungen zu hobeln, die Hälfte davon am Boot. Außerdem muss die Breite (und die Krümmung) des Austauschstückes exakt in das alte "Loch" passen. Auch wenn statt klassischer Baumwollfäden nun Epoxy und Dichtmasse zum Einsatz kommt (und damit keine Zehntel-Millimeter-Fugen mehr nötig sind), dauert das Anpassen ewig.

Stückweise erneuerte Beplankung


Apropos Krümmung: Hier ist schön zu sehen, dass die Planken nicht nur eine über die Länge variable Breite aufweisen, sondern auch noch "krumm" sind. Ich hatte damit gerechnet, dass diese Krümmung durch die variable Plankenbreite vollständig kompensiert wird und damit nur jeweils eine Kante der Planke angepasst werden muss. Leider ist das nicht der Fall.
Das bedeutet deutlich mehr Anpassarbeit und außerdem noch jede Menge Verschnitt - eine an der breitesten Stelle 9cm breite Planke muss aus einem 16cm breiten Brett geschnitten werden.

Krumm...